Wir gehen weiterhin davon aus, dass sich Chinas Inflationsraten in den kommenden Monaten abschwächen werden. Bei den ursprünglichen Preistreibern, allen voran Gemüse, ist bereits jetzt eine gewisse Beruhigung zu beobachten. Die chinesische Regierung wird in den kommenden Monaten damit neuen Spielraum im Rahmen ihrer Geld- und Kreditvergabepolitik gewinnen und diesen auch nutzen, um das Wachstum auf hohem Niveau zu stabilisieren. Anhaltende Interventionen am Immobilienmarkt bleiben zu erwarten. Die Angst vor einer Verschuldungskrise im Immobiliensektor und bei lokalen Regierungen erscheint in jedem Fall verfrüht.

 

Der Markt jedenfalls scheint ein Großteil dieses Szenarios, inklusive einer langsameren Steigerung der Unternehmensgewinne, eingepreist zu haben. Insbesondere die Inlandsmärkte in Shanghai und Shenzhen, da weitgehend isoliert und unabhängig von der internationalen Verschuldungsproblematik, sind damit zunehmend attraktiv. Seit dem Peak in 2007/08 haben Investoren diese Märkte extrem vernachlässigt. Auf dem aktuellen Niveau ist eine deutliche Bodenbildung erkennbar, die in den kommenden Monaten die Grundlage für eine, dann recht heftige, Rallye sein sollte...

 

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