Klassische Vermögensverwaltung

Eine individuelle Anlagestrategie mit Aktieninvestments lässt sich solide für größere Vermögen umsetzen. Für diese Vermögen ist es sinnvoll, bei der Ausrichtung des Depots nicht nur verschiedene Regionen, sondern darüber hinaus auch unterschiedliche Assetklassen einzubeziehen. Dabei gehen wir tendenziell konservativ vor - schließlich wollen wir Ihr Vermögen keinen unnötigen Risiken aussetzen. Auf Basis der volkswirtschaftlichen Analyse bewerten wir beispielsweise die Chancen für Branchen, Unternehmen und Rohstoffe. Bei der Verwaltung des Vermögens können Sie sich für eine namhafte Bank ihrer Wahl entscheiden - so stellen wir sicher, dass sie umfassend über sämtliche Transaktionen informiert werden und von den starken Konditionen profitieren, die der FIVV AG bei den Instituten eingeräumt werden.


Marktbericht FIVV AG

Marktbericht FIVV AG

Stand: 30.06.2010

 

 

Während in Deutschland in den letzten Wochen ein neues Sommermärchen fast wahr wurde und die Fußball-WM alle anderen Themen weitgehend überdeckte, spielte in den USA das runde Leder nur eine Nebenrolle. Präsenter als die WM war in den letzten Wochen vielmehr die Angst vor einem Rückfall in die Rezession, dem gefürchteten „Double Dip“.

 

Seit kurzem rückt der US-Immobilienmarkt, dessen Preisverfall der Ursprung der Finanzkrise war, somit auch wieder vermehrt in das Blickfeld der Börsianer. Um ein weiteres Abrutschen der Hauspreise zu verhindern, kaufte die FED in den letzten Monaten für 1425 Mrd. US-Dollar hypothekenbesicherte Papiere und die US-Regierung gewährte Hauskäufern eine Steuergutschrift von 8000,- USD. Ende März und Ende April liefen diese Hilfsmaßnahmen aus und prompt kam der Immobilienmarkt wieder unter Druck. Deutlich wird dies an den Verkäufen neuer Einfamilienhäuser, welche um 33% zurückgingen und auf den tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung im Januar 1963 fielen.

 

Die Anzeichen für ein langsameres Wirtschaftswachstum bzw. für eine Trendwende im aktuellen Konjunkturzyklus haben sich zum Ende des zweiten Quartals weiter verdichtet. So zeigt der bisher überaus treffsichere Frühindikator des Economic Cycle Research Institute ein erneutes Abtauchen in die Rezession an. Der ECRI Weekly Leading Index hatte die Rezession im März 2001 rechtzeitig vorhergesagt und auch die gerade zurückliegende Rezession, beginnend im Dezember 2007, wurde deutlich vom Frühindikator angezeigt. Als ein gewichteter Durchschnitt bildet der Index aussagekräftige Indikatoren der US-Wirtschaft ab, wie die Entwicklung der Geldmenge, die Preise für industrielle Märkte, die Spreads und die Erträge von Anleihen, die Erstanträge auf Arbeitslosigkeit, die Hypothekenanträge und die Entwicklung der Aktienkurse.

 

Eine weitere Bestätigung der kritischen Lage in den USA gab Ende Juni auch das US-Verbrauchervertrauen, ermittelt vom Conference Board. So brach der auf einer monatlichen Umfrage basierende Index um 16% ein und zeigt mit dem Verharren in der Nähe von historischen Tiefs, dass die US-Verbraucher den zukünftigen Zustand der Wirtschaft und die Lage des Arbeitsmarktes weiterhin kritisch sehen.

 

Ein erneutes Abrutschen der US-Wirtschaft in eine Rezession würde die Weltwirtschaft zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt treffen und erneut mit sich reißen. Denn nicht nur in den USA steht die wirtschaftliche Erholung auf tönernen Füßen oder droht nachzulassen. Auch in anderen Regionen der Welt nehmen die Warnsignale deutlich zu.

 

Nicht nur aus den westlichen Ländern droht Ungemach, auch in den Emerging Markets gibt es einige Unsicherheiten. So sehen wir in China trotz atemberaubender Wachstumszahlen seit Monaten fallende Aktienkurse. Grund hierfür ist unter anderem die Angst vor einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums. Einen ersten kleinen Hinweis darauf gab es Ende Juni in der verarbeitenden Industrie, so fiel der chinesische Manufacturing Purchasing Managers Index um 1,8 Punkte auf 52,1. Eine Zahl über 50 deutet zwar noch auf eine Expansion im verarbeitenden Gewerbe hin, aber die Wachstumsdynamik schwächt sich zunehmend ab. (Falls Sie regelmässige Informationen über den chinesischen Aktienmarkt und unseren FIVV-Aktien-China-Select-UI Fonds wünschen, kontaktieren Sie uns bitte unter: info(at)fivv.de)

 

Obgleich die volkswirtschaftlichen Daten negativ sind, darf nicht vergessen werden, dass eine große Anzahl der Unternehmen in den letzten Monaten ihre Hausaufgaben gemacht haben und sehr gut dastehen. So stiegen die Firmengewinne in den USA im ersten Quartal, auf das Jahr hochgerechnet, um 24% gegenüber dem Vorjahr. Aber auch die Gewinnschätzungen für die nächsten Jahre machen Hoffnung auf steigende Kurse.

 

Die zur Vorsicht ratenden makroökonomischen Daten und durchaus positiven Mikro-Daten werden die Börsen in den nächsten Wochen weiter im Griff haben und für Ausschläge in die eine oder andere Richtung sorgen. Eine entscheidende Rolle spielt die in Kürze beginnende Berichtssaison. Enttäuschen die Unternehmen nicht und schreiben die positive Gewinnentwicklung fort, dürfte wieder neues Kapital in die Märkte strömen und zu steigenden Kursen führen. Selbst bei einer Verschlechterung der aktuellen Gewinne und Unternehmensaussichten ist das Abwärtspotenzial wahrscheinlich begrenzt. Bei den ersten Anzeichen für einen „Double Dip“ stehen die Regierungen schon Gewehr bei Fuß und würden mit neuen Rettungspaketen die Märkte stützen.

 

 

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Ansprechpartner

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