Fondsbasierte Vermögensverwaltung
Ein Sportler, der in mehreren Disziplinen an den Start geht, braucht für jeden Wettbewerb die passende Ausrüstung - und ein Depot, das in jeder Börsensituation die bestmögliche Performance erzielen soll, benötigt die geeigneten Investmentfonds.
Wer sich bei der Auswahl lediglich auf die Produkte der Fondsgesellschaft seiner Hausbank beschränkt, vergibt möglicherweise die Chance auf eine höhere Rendite. Ein Problem, das die FIVV AG nicht kennt: Denn ihre Berater vergleichen zunächst sämtliche Fondsprodukte, die es auf dem weltweiten Markt gibt - und filtern die besten heraus.
Dieser Ansatz garantiert eine objektive Fondsauswahl, die ideal auf Ihre individuellen Ziele zugeschnitten ist. Die Fondsbasierte Vermögensverwaltung empfiehlt sich für Investoren, die ein Vermögen ab 100.000 Euro unabhängig und professionell verwalten lassen möchten.
Quartalsbericht FIVV AG
Quartalsbericht FIVV AG
Stand: 30.09.2011
Während das Leben ohne Emotionen und Gefühle kaum erträglich wäre, könnte die Börse gut und gern auf das aktuelle Gefühlschaos der Marktteilnehmer verzichten. Schon lange untersuchen Wissenschaftler unter dem Begriff „Behavioral Finance“, wie Emotionen die Entscheidungsfindung von Anlegern beeinflussen. Besonders in turbulenten Marktphasen beherrschen zunehmend emotionale Entscheidungen das Geschehen auf den internationalen Börsenparketts. Trotz aller Bemühungen seitens der Notenbanken, das Vertrauen in die europäische Staatengemeinschaft wiederherzustellen, setzte sich die Talfahrt an fast allen Börsen weiter fort.
Im letzten Bericht haben wir bereits über das Hadern um die Erhöhung der US-Schuldenobergrenze berichtet. Obwohl die Ranghöchsten der USA in letzter Minute zu einer Einigung fanden, griff die US-Ratingagentur Standard & Poor‘s nur wenige Tage danach zu drastischen, aber dennoch konsequenten Mitteln und stufte die Bonität von Amerika um eine Bonitätsnote auf nun aktuell „AA+“ herab. Ein Schritt, der nun auch dem letzten Politiker klarmachen sollte, dass ein derartiges Verhalten in Zukunft nicht mehr tragbar ist. Obwohl die dramatischen Schuldenstände sowie die daraus drohenden Konsequenzen nicht nur den professionellen Anlegern, sondern auch den meisten Privatpersonen bekannt waren, kam es im Anschluss zu panikartigen Ausverkäufen an den Märkten.
Schon bevor Standard & Poor‘s sich zu diesem Schritt entschloss, stufte bereits vor längerem die chinesische Agentur „Dagong Global Rating Co.“ die USA herab und bewertet deren Bonität aktuell nur noch mit einem „A“. Die Reaktion der Marktteilnehmer – keine! Wissenschaftler der Behavioral Finance Theory erklären dieses Verhalten mittels des sog. „Availability Bias“. Je verfügbarer Informationen für Anleger sind, desto höher wird dem jeweiligen Ereignis die Wahrscheinlichkeit beigemessen. Ereignisse, welche hingegen nur selektiv wahrzunehmen sind, werden oftmals kaum beachtet. Selbst in Fachzeitschriften zieren derzeit Überschriften wie „Geht die Welt bankrott?“ (Titelthema der Spiegelausgabe 32/2011) oder „Schatten über der Weltwirtschaft“ (SZ-Online vom 17.08.) die Seiten. Weiterhin positive und oftmals besser als erwartete Fundamentaldaten werden dagegen zu wenig beachtet. Investoren traten daraufhin am Aktienmarkt jüngst vermehrt als Verkäufer auf und flüchteten im Gegenzug erneut in vermeintlich sichere Anlagen. Das Groteske und zugleich Irrationale daran, es waren wiedermal US-Staatspapiere. Viele Anleger sahen darin erneut einen „sicheren Hafen“, wodurch sich Länder wie die USA sogar trotz Bonitätsverlust und schlechter Aussichten billiger am Kapitalmarkt refinanzieren konnten als zuvor. Neben den konjunkturellen und wirtschaftlichen Sorgen waren noch zu Beginn des abgelaufenen Quartals die Sorgen um die weitere Inflationsentwicklung groß. Entsprechend hoch war unter anderem aus diesem Grund die Nachfrage nach Edelmetallen – insbesondere Gold. Fast unaufhaltsam kletterte das glänzende Metall zunächst von einem Höchststand zum anderen. Rohstoffaktien hingegen konnten sich den allgemeinen Kursverlusten nicht entziehen und verloren teils deutlich. Gegen Ende des Quartals, so scheint es, kam es sogar bei den Edelmetallen zu Gewinnmitnahmen. Silber verlor alleine an einem Tag zeitweise 15 Prozent. Nach einer derartigen Rally der vergangenen Jahre sind Rückschläge allerdings nichts Ungewöhnliches. Mittel- bis längerfristig ist aus unserer Sicht der Megatrend der Rohstoffe, nicht nur im Bereich der Edelmetalle, noch lange nicht zu Ende. Gesunkene Energiepreise wirken nicht nur inflationshemmend, sondern zudem entlastend auf die Kostenseite der Unternehmen. Erneute Zinsschritte sollten auf Grund der Wachstumsverlangsamung einzelner Staaten zumindest in den nächsten Monaten wieder vom Tisch sein. Was für Anleger mangels attraktiver Anlagealternativen im Festzinsbereich alles andere als erfreulich ist, so haben hierdurch bonitätsstarke Unternehmen die Möglichkeit, sich zu historisch niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt zu refinanzieren.
Schuldenkrise hin, Bonitätsherabstufung und die sich am Beispiel des Ifo-Geschäftsklimaindex eintrübenden Frühindikatoren her.
Es mag eine Reihe von Brandherden geben, die das Wachstum in den entsprechenden Regionen bremsen. Doch spielen die Märkte derzeit unseres Erachtens völlig zu Unrecht das Szenario einer weltweiten Rezession. In vielen europäischen Ländern hat sich das Wachstum teils deutlich eingetrübt. So wuchs Deutschland im zweiten Quartal nur noch um 0,1%, Frankreich stagnierte sogar komplett. Auf ganz Europa bezogen reduzierte sich das Wachstum nach 0,8% im ersten Quartal auf rund 0,2% im zweiten Quartal. Das Entscheidende allerdings: Die Welt dreht sich weiter und wächst nach wie vor in einer gesunden Größenordnung! Experten glauben, wie auch wir schon öfter prognostiziert haben, an ein Weltwirtschaftswachstum für 2011 von rund 3,8% - angetrieben von den weiterhin starken asiatischen Volkswirtschaften, allen voran China. Ohne Beachtung dieser Erkenntnisse litten die internationalen Aktienindizes unter panischen Verkäufen. So verbilligte sich z. B. der DAX in der Spitze um fast 30 Prozent, der breiter aufgestellte Eurostoxx 50 verlor 23% und die amerikanischen Märkte gaben zeitweise, gemessen am S&P 500, um rund 14% nach. In unseren Augen ist die Heftigkeit der Kursrückgänge jedoch überzogen.
Manche sagen, es sei Spekulation, wir sehen darin eher eine Chance, in Anbetracht der aktuell günstigen Bewertungen selektiv Werte aufzustocken oder neue ins Depot aufzunehmen. Fundamental hat sich nämlich nur in den wenigsten Bereichen etwas verändert – und darin liegt unseres Erachtens der größte Unterschied zur Krise aus dem Jahre 2008. Damals sind die Unternehmensgewinne sowie der Aktienmarkt massiv eingebrochen und Neuaufträge waren nicht in Sicht. Heute liegen die Gewinne und der Umsatz weiter auf hohem Niveau, die Kurse allerdings liegen deutlich niedriger. Gemessen an der Gewinnkraft der Unternehmen sind diese historisch günstig. Einer Auswertung des Handelsblattes zufolge sind alle DAX-Unternehmen zusammen nur doppelt so viel wert wie Apple alleine. Auch die Dividendenrendite kann sich sehen lassen. Dank der teils stark gefallenen Kurse – ob nun berechtigt oder nicht – und der weiterhin intakten Gewinne zahlen einzelne Unternehmen teils weit über 5% Dividende.
Unser Fazit können Sie dem ausführlichen Marktbericht entnehmen. Teilen Sie uns hier Ihre Kontaktdaten mit.
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